Dermatologische Privatpraxis Dr. Feucht & Kraljevic
Zeit für Ihre Haut

Zecken

Einige Zecken sind Überträger von Infektionskrankheiten wie der Borreliose (Bakterien) und seltener der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME; Viruserkrankung). Ausgiebige Informationen zur FSME finden Sie auf den Seiten des Robert Koch Instituts (RKI). Stuttgart und Umgebung sind nach aktuellem Stand Gebiete, in denen sowohl Borreliosen als auch FSME auftreten können. 

Sinnvoll ist das Verwenden von Repellents, trotzdem empfiehlt es sich aber, nach Aufenthalt im Freien (Wiesen, Wälder) gründlich nach Zecken zu suchen, da das Infektionsrisiko mit Borrelien oder dem FSME-Virus umso geringer ist, je kürzer der Blutsauger seiner Tätigkeit nachgehen konnte. Bitte keine Flüssigkeiten verwenden oder die Zecke quetschen, da die Zecke sich sonst übergibt bzw. ausgepresst wird und somit Krankheitserreger "injiziert" werden können. Natürlich können Sie die Zecke auch ärztlicherseits entfernen lassen.

Zur Behandlung der FSME steht bislang noch keine sonderlich wirksame Therapie zur Verfügung, daher sollte nach Aufenthalt im Freien (s.o.) eine Zeckenkontrolle durchgeführt werden bzw. eine FSME-Schutzimpfung bei Risikopersonen (Infos vom RKI dazu finden sie hier) erwogen werden.

Da nicht mit jedem Zeckenstich auch gleich eine Borreliose übertragen wird, empfiehlt es sich, einen Arzt aufzusuchen, wenn eine wachsende Rötung in den Wochen nach dem Zeckenstich auftritt, die von sehr blass bis kräftig rot reichen kann. Denn dann ist eine Borreliose sehr wahrscheinlich. Auch wenn Sie sich bezüglich der Rötung nicht sicher sind: Lassen Sie Ihren Arzt kontrollieren. In Zusammenschau mit Ihrer Geschichte, dem klinischen Befund und ggf. einer Blutuntersuchung kann man festlegen, ob eine antibiotische Therapie erforderlich.